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1. Werden die Fördergelder ratenweise ausgezahlt?
Die Fördergelder sollen nicht in bar ausgezahlt werden. Stattdessen veranlasst der Ethiopian Apicultural Board (für den Dr. Greiling arbeitet) den Kauf der Gerätschaften und übergibt diese an die Jungimkerinnen.

2. Kann man die Imkerinnen besuchen?
Das ist machbar und auch schon geschehen. Mastewal Adana und Serkie Ademasu hatten in Bahir Dar seit Gründung des Projektes schon häufiger Besuch. Bitte sprechen Sie uns an! Wir würden bei der Organisation einer Äthiopienreise behilflich sein. Im September/Oktober 2014 fand eine selbst organisierte Gruppenreise statt. So etwas lässt sich wieder machen.
 
3. Ist auch an eine Vermarktung des äthiopischen Honigs in Deutschland gedacht?
Eine solche Möglichkeit wäre toll. Die Honigeinfuhr und der Verkauf von afrikanischem Honig sind nicht ganz einfach – es gibt einiges an gesetzlichen Regeln zu beachten. Seit 2008 ist die Einfuhr von äthiopischem Honig in die EU jedoch grundsätzlich möglich, wenn es über eine Firma geschieht, die die strengen Hygienestandards der EU einhalten kann. Dafür sind in Äthiopien zurzeit sechs Firmen zertifiziert, an die sich die Jungimkerinnen zwecks Kontrolle anschließen müssten.  Die Honigeinfuhr wäre ein Thema, mit dem sich der Verein gut befassen könnte (wir suchen noch Mitstreiter!).

4. Wo trifft sich der Förderverein?
Der Sitz des Vereins ist in Berlin. Daher fanden die Treffen bisher meist dort statt. Denkbar sind auch andere Orte und die Gründung von Ortsgruppen.

5. Muss man im Verein sein, um eine Patenschaft zu übernehmen?
Nein. Allerdings haben wir zurzeit noch weit mehr Anfragen für Patenschaften als wir vor Ort betreuen können. Andererseits fehlt es an Mitteln, um die Frauen weiter auszurüsten und auszubilden. Vereinsbeiträge und Spenden sind also wichtig! Und wir suchen dringend noch aktive Vereinsmitglieder, die Aufgaben übernehmen möchten. Sprechen Sie uns an!

6. Für mich ist es gut zu wissen, dass ich mich mit den Imkerinnen über Mail verständigen kann.
Ja, den persönlichen Kontakt halten wir auch für wichtig. Obwohl das die Auswahl der Imker erst einmal etwas eingegrenzt hat, denn Englisch spricht dort bei Weitem nicht jeder (schon eine mehrjährige Schulbildung ist nicht der Standard). Die bestehenden Patenschaften haben außerdem gezeigt, dass die Kommunikation auch auf Englisch nicht einfach ist. Ein ständiger Internetzugang ist oft nicht gegeben. Die Jungimkerinnen rufen Ihre Mails vermutlich in Internetcafés ab. Nicht überall gibt es zuverlässige Computer, und Stromausfälle machen das Schicken einer Mail oft zu einem schwierigen Prozess. Für die jungen Äthiopierinnen ist es auch ungewohnt, sich per E-Mail mit Fremden auszutauschen. Die Mails wirken für die deutschen Paten daher oft etwas einsilbig.

7. Wäre es nicht sinnvoller, Mikrokredite zu vergeben, damit auch andere Menschen von dem gespendeten Geld profitieren können?
Mikrokredite sind eine gute Sache, erfordern aber auch einen hohen Aufwand bei der Verwaltung der Gelder und der Überwachung der Rückzahlung. Da niemand von uns sich hauptberuflich mit den Patenschaften befasst, können wir das leider nicht leisten. Es gibt in Äthiopien jedoch die Möglichkeit, Mikrokredite zu beantragen. Durch die Grundausstattung, die die Imkerinnen durch unsere Förderung erhalten und durch die Anbindung an den Imkerverband werden diese Kredite für die Jungimkerinnen überhaupt erst erreichbar.

8. Ist es nicht problematisch, die Honigproduktion zu fördern, wenn Honig in Äthiopien hauptsächlich zu Alkohol (Tej) vergoren wird?
Gerade die an Hilfsprojekte angegliederten Imkergruppen haben großes Interesse daran, ihren Honig für den Export aufzubereiten und füllen häufig Tischhonig ab, der bisher kaum bekannt war. Dass ist nur durch die Ausbildung möglich, in denen die Imkerinnen lernen, Honig mit höheren Hygienestandards zu ernten, als das bei den traditionellen Methoden möglich ist. Darüber hinaus ist Tej jedoch ein Getränk, das in der äthiopischen Kultur tief verankert ist und dort auch seinen festen Platz hat.


Was wir noch gerne sagen würden:

Das Projekt ist ein „Prototyp“, sozusagen der erste Setzling, der von allen, die mitmachen, gewässert und gepflegt werden muss. Es gibt keine Garantien, auch keine Verpflichtung für die Jungimkerinnen, den Bienen auf ewig treu zu bleiben. Vielleicht entscheidet sich die eine oder der andere doch noch für einen ganz anderen Lebensweg, wählt die Bienen nur als Nebenerwerb, setzt eine Weile aus oder entscheidet sich für etwas ganz anderes. Selbst das würden wir als positiv begrüßen: Wahlfreiheit zu haben, ist in einem armen Land wie Äthiopien ein gutes Zeichen. Seien Sie bitte nicht enttäuscht, falls „Ihr“ Schützling einen anderen Weg wählt. Seien Sie auch nicht überrascht, wenn die Kommunikation per E-Mail etwas holpern sollte: Die Kultur des Briefeschreibens ist in Äthiopien nicht so verankert wie bei uns. Der Schriftverkehr kann Ihnen also etwas karg oder gestelzt vorkommen. Das ist dann nicht so gemeint – es ist kulturell bedingt!

f t g m
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